CHEV09 - Extremtour von Bregenz nach Salzburg erfolgreich! 

 Mike Küng und Gerrit Glomser überreichen 5.050-Euro-Scheck an AMREF Austria
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CHEV09 - Extremtour von Bregenz nach Salzburg erfolgreich!

Mike Küng und Gerrit Glomser überreichen 5.050-Euro-Scheck an AMREF Austria

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Bericht von Stefan Müller

10.100 Höhenmeter über 8 Berge in kurzer Zeit – beim „CharityEvent2009“ gingen Radprofi Gerrit Glomser und Gleitschirmpilot Mad Mike Küng an ihre Grenzen.

Total erschöpft, mit einem Achter im Vorderrad ihres Tandems und schmerzenden Muskeln trafen Glomser und Küng am Mittwochnachmittag in Salzburg ein. Um 5:30 Uhr waren sie am Montag in Bregenz gestartet. Hinter ihnen eine Charity-Tour über acht Berge, die es in sich hat. Hinauf ging es zu Fuß, auf Schneeschuhen oder mit dem Tandem-Rennrad, hinunter zu zweit am Schirm.

Mad Mike war Chef in der Luft. Auf den 500 Radkilometern von Berg zu Berg konnte Glomser seine Stärke als zweifacher Tour de France- und Olympiateilnehmer ausspielen. Für jeden Höhenmeter bergauf – mit 10.100 genau die Weltrekordhöhe, von der Mad Mike mit dem Gleitschirm aus einem Ballon gesprungen ist – überweist Superfund 50 Cent an AMREF Austria.

 
 
Lohnende Hölle mit Hindernissen

„Gerrit ist ein Spaßvogel, es war toll mit ihm“, sagt Küng, der schon viele Extremprojekte gemacht hat. Zusammen hätten sie die letzten Kräfte aber noch leichter mobilisieren können. „Insgesamt war es brutal, aber genauso schön und aufregend“, sagt Glomser. „Der eine war für den anderen da.“ Kleinere Zwischenfälle vereitelten den ambitionierten Zeitplan, die Tour bei 10 Stunden Schlaf in 48 Stunden zu schaffen. Am Ende waren es 52.

Zweimal zwangen gesperrte Straßen zu Umwegen. Der Patscherkofel in Innsbruck war wegen Starkwind unfliegbar, die beiden mussten zu Fuß wieder absteigen. In der Nacht des zweiten Tages stoppte vor Kitzbühel die Polizei den Tross, wegen angeblich schlechter Radbeleuchtung. Bei einem fremdverschuldeten Unfall mit Blechschaden in St. Johann in Tirol hieß es am dritten Tag bitte Halt. Erst als der Fahrzeuglenker Glomser erkannte, forderte er die anwesenden Beamten zur Eile auf.

Der Reiz am Projekt

„Mit dem Rad war der Arlbergpass am ersten Tag besonders hart“, sagt Glomser, der sich im Vorfeld beim Üben für den Paragleit-Flugschein leicht am Oberschenkel verletzt hatte. Am zweiten Tag warteten 200 Radkilometer und zwei Berge. Highlight war der Flug vom Venet in Tirol bei perfekten Bedingungen samt Hubschrauberbegleitung. Der letzte Flug vom Gaisberg forderte wegen stark böigen Winds große Nervenstärke.

Die harte Vorbereitung war für den Erfolg jedenfalls bitter nötig: Glomser hatte beim "Dachstein Xtreme", dem härtesten Saisonrennen der Schibergsteiger, Kraft getankt. Mad Mike hat sich zwei Jahre vorbereitet, 20 Kilo abgenommen und im Vorfeld bis zu 7000 Höhenmeter pro Woche bei Skitouren zurückgelegt. „Der Reiz an dem Ganzen ist auch das Ausloten der eigenen Grenzen, und dass es noch niemand vorher getan hat“, sagt er.

Hier geht es zum Videobeitrag bei SPORTTIME.tv , dem Internetfernsehsender
www.sporttime.tv/10000hm500km-in-48h-pid331-vid69924
 
 
 
 
 
 
 
 
Fotos: Gudrun Öchsl, Giorgio Sabbioni, Uwe Bernholz, Ines Sattler
Text: Stefan Müller
 
 
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